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Kaffee, wie Sie ihn wollen

Gourmet-Ratgeber

Immer mehr Genießer entdecken die verschiedensten Varianten des Braunen Goldes.

Espresso
Der kleine starke Italiener mit den vielen Seiten.

EspressoEchter italienischer Espresso sollte
in weniger als 20 Sekunden das
Kaffeepulver passieren. Die Krönung
eines jeden Espresso ist die haselnussbraune
Crema.
Die Zubereitung eines guten
Espressos ist eine Wissenschaft
für sich. Denn er bildet die Basis
für viele Kaffeespezialitäten.
In Italien heißt der kleine Starke
übrigens nicht Espresso, sondern
Caffè.

Cappuccino
Liebhaber bei den Frauen.

CappucinoDer echte Cappuccino besteht aus
einem starken Espresso, heißer Milch
und Milchschaum – und zwar zu etwa
je einem Drittel in der Tasse.
Oben auf den Milchschaum wird
etwas (echter) Kakao gegeben, der in
der Weihnachtszeit auch gerne mal
mit ein wenig Zimt vermischt wird.
Cappuccino wird in Italien
nur bis Mittag getrunken.

Café au lait
Wie ihn die Franzosen mögen.

Cafe au laitAber nicht nur Franzosen mögen
ihren Kaffee so!
Die Zubereitungsarten variieren je
nach Geschmack und Größe des
verwendeten Trinkgefäßes.
Auf jeden Fall ist immer sehr viel
heiße und meist nur ein wenig
aufgeschäumte Milch drinnen. Diese
wird über einen verlängerten, eher
schwachen Espresso oder doppelten
Espresso hinzugefügt – et voilà:
Schon sind Sie in Frankreich.
Serviert wird im typischen Bol,
einer großen, konischen Schale
ohne Griff.

Der Kapuziner
Cappuccino mal ganz Wienerisch.

KapuzinerIn Wien liebt man den verlängerten,
also mittelstarken, Espresso mit
etwas heißer Milch oben drauf. Als
Zierde erhält das Getränk eine satte
Sahnehaube und wird nach Belieben
mit Schokoraspeln verziert.
Ob die Sahnevariante dem Bild
eines Kapuziners mehr ähnelt als
der Cappuccino, sei dahingestellt.

Caffè Ristretto
Der Espresso des Südens.

Caffe RistrettoJe weiter man in den Süden Italiens
fährt, desto konzentrierter genießt
man den „kleinen Schwarzen“.
Hinzu kommen die allgemein
kräftigeren Röstmischungen des
Kaffees, die dem Ristretto seine
besondere Note verleihen.
Beim Caffè Ristretto spricht man
auch von einem „kurzen Espresso“ –
also einen extrem starken –, denn im
Gegensatz zum „Caffè Lungo“
kommt bei gleicher Menge Kaffeepulver
nur halb so viel Wasser zum
Einsatz.

Irish Coffee
Der Heiße gegen die Kälte.

Irish CoffeeDer original irische Kaffee wird heiß
getrunken.
Zuerst werden reichlich Zucker und
Whiskey miteinander vermischt
und anschließend mit heißem mittelstarken
Kaffee aufgefüllt.
Als i-Tüpfelchen kommt halbgeschlagene
Sahne oben drauf.

Café Crème
Das Größte für die Schweizer.

Cafe CremeDer Café Crème oder im Volksmund
auch „Schümli“ genannt ist in
der Schweiz eine feste Institution.
Er wird zwar nach der Espressomethode
aufgebrüht, jedoch kommt
dabei sehr viel mehr Wasser zum
Einsatz.
Typische Röstungen für diese
Zubereitungsart sind eher hell, aber
auch mittlere Röstgrade können
sehr lecker sein. Dunkle Röstungen,
wie man sie aus Süditalien kennt,
eignen sich weniger für das
schweizerische Nationalgetränk

Pharisäer
Die deutsch-österreichische Gemeinsamkeit.

PharisäerWer ihn als nationale Spezialität
für sich beanspruchen kann, ist
umstritten. Man kennt ihn in
Österreich, aber auch in Norddeutschland
wird er gern genossen.
Beim Pharisäer werden Zucker,
Kakao und Rum mit heißem mittelstarken
Kaffee aufgegossen.
Und dann mit reichlich Schlagsahne
garniert.

Caffè Macchiato
Der kleine Bruder des Cappuccino.

Caffe MacchiatoAuf einen starken Espresso wird ein
Schuss heiße, geschäumte Milch
gegeben.
Der kleine Kräftige mit der Milchhaube
wird in einer Espressotasse
oder einem kleinen Glas serviert.
Seinen Namen verdankt er seinem
gefleckten Aussehen: Macchiato.
Auch wenn die Zutaten gleich
sind, schmeckt ein Macchiato
ganz anders als ein Cappuccino,
nämlich wesentlich gehaltvoller
und konzentrierter. Also eher Maxi
als Mini.

Caffè Corretto
Espresso mit kleiner Korrektur.

Caffe CorrettoEspressoliebhaber haben festgestellt,
dass sich ein starker Espresso mit
einem Schuss Grappa, Weinbrand
oder auch Likör durchaus verbessern
lässt.
Gerade die Italiener mögen ihn, den
korrigierten Espresso, dann allerdings
meist in der Version mit Grappa.
Dabei lassen sich verschiedene
Trinkarten feststellen.
Die einen mischen ihren Espresso
mit dem Grappa, andere wiederum
trinken erst den Espresso und
schütten dann den Grappa in die
noch warme Espressotasse, an
deren Rändern noch etwas Crema
übrig geblieben ist.

Holländischer Kaffee
Der Heiße mit Schuss.

Holländischer KaffeeFüllen Sie eine Tasse zu 3/4 mit
heißem schwachen Kaffee und
geben einen kleinen Becher Eierlikör
dazu. Bitte nicht umrühren.
Jetzt kommt noch ein Löffel Schlagsahne
oben drauf, der dann mit der
Schokoladenraspel verziert wird.

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